Algemeen

Als niets wordt ondernomen tegen bestrijdingsmiddelen, verdwijnen insecten binnen een eeuw van de planeet

De globale insectenpopulatie is op weg richting een totale uitroeiing als de trend van de afgelopen dertig jaar zich voortzet. Binnen enkele decennia dreigt er geen enkel insect meer te zijn op onze planeet. De gevolgen zullen catastrofaal zijn voor de “natuurlijke ecosystemen”, maar ook voor “de overlevingskansen van de mensheid”. Dat stellen twee wetenschappers, onder wie een Belg, in de eerste wereldwijde studie over het onderwerp.

The drivers of worldwide insect decline

Pesticide use is driving an “alarming” decline in the world’s insects that could have a “catastrophic” impact on nature’s ecosystems, researchers have warned. More than 40 per cent of insect species are at risk of extinction with decades, with climate change and pollution also to blame, according to a global scientific review. Their numbers are plummeting so precipitously that almost all insects could vanish within a century, the study found.

Es steht um die Qualität der Schweizer Gewässer nicht zum Besten

Die Idylle der Schweizer Seen täuscht. Die Bestände gewisser Fischarten haben in den letzten Jahren stark abgenommen. Grund dafür ist der europaweit überdurchschnittlich starke Einsatz von Pestiziden in der Schweizer Landwirtschaft. Die Postkartenidylle der Schweizer Seen täuscht darüber hinweg, dass es um die Wasserqualität unserer Gewässer nicht zum Besten steht. Verglichen mit dem Ausland werden in der Schweiz überdurchschnittlich viel Pestizide in der Landwirtschaft eingesetzt, um nicht zu stark von Lebensmittelimporten abhängig zu sein. Dies geschieht zum Leidwesen von Fischen.

Aale vom Aussterben bedroht

In den vergangenen Jahrzehnten ist der Bestand des Europäischen Aals dramatisch zurückgegangen. Der Fisch gilt als vom Aussterben bedroht. Nach Schätzungen von Experten leben in Europa inzwischen 95 Prozent weniger Aale als während der 1970er-Jahre. Die Ursachen für den Rückgang seien noch unklar, sagte Reinhold Hanel, Leiter des Thünen-Instituts für Fischereiökologie in Bremerhaven.

Felchen-Mangel: Kein Laichfischfang - im Bodensee aktuell zu wenig laichreife Felchen

Versuchsfänge haben gezeigt, dass es im Bodensee aktuell zu wenig laichreife Felchen gibt. Erstmals seit 1964 müssen die Fischer darauf verzichten, den Laich zu befruchten, um im Frühling die Zahl der jungen Fische zu erhöhen. So läuft es üblicherweise: Die Berufsfischer fahren im Dezember auf den See, fangen laichreife Fische, gewinnen den Laich, führen die Befruchtung durch und liefern die befruchteten Eier bei den Brutanstalten ab.

Pestizide sind Hauptursache des Insektensterbens

Auf Einladung des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) referierte der Insektenforscher Thomas Hörren vom Entomologischen Verein Krefeld (EVK) im Möllner Quellenhof vor 90 Besuchern über deren bahnbrechende Studie zum Thema “Rückgang der Insekten-Biodiversität”. An zahlreichen Standorten ausschließlich in Schutzgebieten hatte der EVK 27 Jahre lang die Insektenfauna untersucht. Aufgrund des enormer Datenbestand und der wissenschaftlichen Methodik waren die Entomologen in der Lage, nicht nur den schleichenden Verlust an Arten, sondern auch an Insekten-Biomasse zu dokumentieren.

Fischsterben gefährdet Fischereiverein Thur im Kanton St. Gallen

Was in der Thur unterhalb von Bütschwil vor sich geht, klingt wie ein Krimi: Seit gut vier Jahren sterben dort jeweils von Ende Juli bis im September zahlreiche Bachforellen. «Ich schätze, dass wir seither 80 bis 90 Prozent von diesen verloren haben», sagt Markus Brunner. Er ist Hobbyfischer und Präsident des Fischereivereins Thur, der diesen Abschnitt des Flusses vom Kanton St. Gallen gepachtet hat und im Februar sein 125-jähriges Bestehen feiert.

Kaum Fische in Ostschweizer Gewässern

Der Fischfang im Linthkanal, am Zürichsee und im Walensee geht immer weiter zurück. Seit Beginn der Aufzeichnung vor fast 80 Jahren sind noch nie so wenige Fische gefangen worden. Der Jahresbericht der Fischereikommission für den Zürichsee, Linthkanal und Walensee 2017 zeichnet ein düsteres Bild. Im vergangenen Jahr gingen die Fischfänge im Zürichsee und Zürich-Obersee weiter zurück und lagen um rund zehn Prozent tiefer als im bereits schlechten Vorjahr. Egli gingen so wenige ins Netz wie letztmals vor über 30 Jahren und auch der Rückgang beim Felchenfang war deutlich.

Berufsfischer beklagen Rückgang bei Felchen

Einen deutlichen Einbruch bei den Fängen bilanzieren die 26 Berufsfischer von der Insel Reichenau und der Höri fürs Jahr 2017. Besonders stark zurückgegangen ist die Zahl bei den in der Gastronomie beliebten Felchen, der wirtschaftlich wichtigsten Fischart, die dennoch 54,2 Prozent des Fangs ausmachte. 98 329 Kilogramm Fisch habe man gefangen, berichtete Werner Keller, der zweite Vorsitzende des Fischereivereins Untersee und Rhein, bei der Hauptversammlung im Hotel-Restaurant Mohren. Das waren 36 553 Kilo weniger (minus 27,1 Prozent) als im Jahr 2016.

Michael McCarthy: We’ve lost half our wildlife. Now’s the time to shout about it

Most Britons remain blithely unaware that since the Beatles broke up, we have wiped out half our wildlife. Yet we are not alone. Last week, the French woke up in a dramatic way to the fact that their own farmland birds, their skylarks and partridges and meadow pipits, were rapidly disappearing: Le Monde, the most sober of national journals, splashed the fact across the top of its front page.