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Thüringens Artenvielfalt ist am Schwinden - Mehr als ein Drittel der Arten kämpft ums überleben

Die Gesamtgefährdung aller Arten im Freistaat liegt bei über 40 %. Zur Thüringenfauna zählen derzeit zum Beispiel 127 Arten von Tagfaltern. Davon gelten circa 50% als gefährdet. Die Hälfte aller wirbellosen Tiere weist einen ähnlich schlechten Zustand auf. Ungefähr 17.000 der Thüringer Arten sind so gut untersucht, dass ihr Gefährdungszustand in Thüringen bekannt ist. Dieser Zustand ist in den aktuellen Roten Listen für den Freistaat Thüringen veröffentlicht.

Wenn Blühstreifen kaum blühen

Schmetterlinge sind selten geworden. Auch den leuchtend roten Klatschmohn am Rande eines Ackers findet man kaum noch. Gefühlte Beobachtungen? Oder Realität? Geht es nach Thomas Starkmann von der Biologischen Station des Kreises Steinfurt sind „Ackerränder in der bekannten Form kaum noch sichtbar.“ Die Folgen seien durchaus sichtbar: „Wir beobachten einen großen Rückgang an Insekten. Weiter stellen wir fest, dass Vögel wie die Feldlerche oder der Kiebitz immer mehr Lebensraum verlieren. Das Rebhuhn kann durchaus schon als gefährdet bezeichnet werden.“

Alarmierender Rückgang von europäischen Süßwasserfischen, Weichtieren und Pflanzen

Die Europäische Rote Liste ist eine regelmäßige periodische Bewertung des Erhaltungszustands von etwa 6 000 Arten. Sie legt fest, ob diese Arten in Europa durch Aussterben bedroht sind, so dass Erhaltungsmaßnahmen ergriffen werden können, um diesen Trend umzukehren. Vorwiegend von der Europäischen Kommission finanziert, ist diese Liste Teil der Roten Liste gefährdeter Arten der Weltnaturschutzunion (IUCN). Die jüngste Untersuchung der in Europa heimischen Fauna und Flora hat ergeben, dass ein großer Anteil Weichtiere, Süßwasserfische und Gefäßpflanzen als gefährdet einzustufen ist.

Die stetige Intensivierung der Agrarwirtschaft muss ein Ende haben

Zur heutigen Vorstellung der Roten Liste gefährdeter Biotope durch Umweltministerin Hendricks erklärt Steffi Lemke, Sprecherin für Naturschutz: Der Bericht ist ein Desaster für die Bundesregierung. Wenn Weiden und Wiesen in ihrem ökologischen Gleichgewicht derart bedroht sind, wirft das auch ein schlechtes Licht auf die Umweltministerin. Dass fast zwei Drittel der Lebensräume in Gefahr sind, hat weitreichende Folgen für die Artenvielfalt. Drei von vier hier heimischen Vögeln sind gefährdet. 35 Prozent der Ackerwildkräuter und 39 Wildbienenarten sind ausgestorben.

Wildpflanzen – eine bedrohte Art

Die Pädagogin Hannelore „Loki“ Schmidt, wurde neben ihrem Ehemann, dem ehemaligen Bundeskanzler Helmut Schmidt, besonders durch ihre Liebe zur Natur bekannt. 1976 gründete sie das Kuratorium zum Schutz gefährdeter Pflanzen, das 1979 in eine Stiftung überführt wurde. Durch den Zusammenschluss mit der Stiftung Naturschutz Hamburg entstand 1990 die heutige „Stiftung Naturschutz Hamburg und Stiftung Loki Schmidt zum Schutze gefährdeter Pflanzen“ kurz die „Loki Schmidt Stiftung“. In den intensiv bewirtschafteten Äckern lebten ursprünglich rund 350 Pflanzenarten.

Schmetterlinge sind in Österreich ähnlich gefährdet wie Bienen

Schmetterlinge sind die Lieblinge der Insektenwelt. Die teils kunterbunten filigranen Wesen scheinen als Motive allgegenwärtig - doch die Hälfte gilt in Österreich als gefährdet, so ein Ergebnis des zweiten Schmetterlingsreports. Die aktuelle Bestandsaufnahme lässt ein leises und langsames Verschwinden vieler Arten befürchten, warnten Experten bei einem Pressegespräch in Wien.

Why Insect Decline Matters

Scientists have described 1 million species of insects so far, and estimate that at least 4 million species worldwide are still unrecorded. For people living in areas with ample wilderness and a plethora of biting mosquitoes that carry malaria and other diseases, a decline in insect populations might seem like an outlandish concern. But in areas with intensive industrialized agriculture, the drop in insect populations is worrying.

Stille ramp: de insecten verdwijnen

Er zijn steeds minder insecten. Uit onderzoek blijkt dat de hoeveelheid insecten in de natuurgebieden rond het Duitse Krefeld met bijna 80% is afgenomen in 25 jaar van 1989 tot 2014. Een afname die volgens een publicatie in Science niet alleen in Duitsland geconstateerd wordt, maar ook in andere landen. Zo daalde het aantal insecten in Schotland met 60%. Het onderzoek in Krefeld werd uitgevoerd in natuurgebieden waar niet zo extreem veel was veranderd in het beheer van die gebieden zelf. Maar in de omgeving is wel veel veranderd.

Schmetterlingssterben in Deutschland setzt sich fort

Immer mehr Schmetterlingsarten in Deutschland sterben einer Studie zufolge aus. Aktuell gelten 53 Arten als verloren, 106 sind demnach vom Aussterben gefährdet, wie aus der für die Grünen-Bundestagsfraktion erstellten Untersuchung hervorgeht, die der Nachrichtenagentur AFP am Freitag vorlag. Bundesweit vom Aussterben bedroht ist demnach etwa der Eschen-Scheckenfalter, auch Maivogel oder Kleiner Maivogel genannt. Bei den Tagfaltern sind dem Papier zufolge bundesweit 41,5 Prozent der bekannten 184 Arten bereits ausgestorben oder bestandsgefährdet.

Vögel leiden unter Insektensterben

Viele Zugvögel kommen jetzt wieder in die oberschwäbischen Gärten zurück – oder sind bereits da. Doch jedes Jahr werden es weniger: Denn mit dem Insektensterben bricht für die meisten Zugvögel die Nahrungsgrundlage weg und auch den Obstbauern fehlen die Insekten. „80 Prozent der Biomasse der Insekten sind in den vergangenen zehn Jahren weggefallen“, sagt Georg Heine vom Naturschutzbund (Nabu) Wangen.