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Unseren Fledermäusen geht die Nahrung aus

Deutschlands Fledermäuse erwachen jetzt aus ihrem Winterschlaf. Doch die Nahrungssuche wird für Fledermäuse immer schwieriger. „Unsere Fledermäuse ernähren sich grundsätzlich von Insekten. Ab der Abenddämmerung jagen unsere 25 heimischen Fledermausarten vor allem Mücken und Nachtfalter. Um zu überleben, muss eine Fledermaus täglich bis zu einem Drittel ihres eigenen Körpergewichts fressen. Das entspricht bis zu zehn Gramm, allein in den Sommermonaten kommt so rund ein Kilogramm Insekten-Nahrung zusammen.

Die Igel verschwinden aus Zürich

Der Igel ist ein robustes Tier. Nicht nur seiner Stacheln wegen, die ihm Feinde vom Leib halten. Die kleinen Insektenfresser können sich durchaus auch im städtischen Siedlungsraum behaupten, solange sie Büsche, Hecken oder Reisighaufen vorfinden, in denen sie sich verstecken können, und offene Bereiche für die Futtersuche. So war der Igel denn auch in der Stadt Zürich in den 1990er Jahren noch weitverbreitet. Doch wie eine grossangelegte Studie nun zeigt, hat sein Vorkommen in Zürich drastisch abgenommen.

UN-Artenschutzkonferenz in Indien beschließt Maßnahmen zum Schutz wandernder Tierarten

Insektensterben und Lichtverschmutzung werden erstmals auf UN-Ebene verhandelt. Bundesumweltministerin Svenja Schulze: „Das Jahr 2020 muss zum Wendepunkt für den internationalen Arten- und Naturschutz werden. Die Vertragsstaatenkonferenz der Bonner Konvention in Indien hat hierfür den Ton angegeben: Wir brauchen weitere Fortschritte, um bedrohte Tierarten vor dem Aussterben zu schützen. Dazu gehören auch konkrete Schutzmaßnahmen vor Ort, um wandernden Tierarten bessere Lebenschancen zu geben.“

Amphibiensterben: Immer weniger Kröten und Frösche in Bayern

19 verschiedene Amphibienarten gibt es in Bayern. Zu den Lurchen zählen Frösche, Kröten, Molche, Salamander und Unken. Davon sind jedoch mehr als die Hälfte bedroht. Zehn Arten stehen bereits seit 2003 auf der Roten Liste gefährdeter Amphibien in Bayern: Die Geburtshelferkröte, der Moorfrosch und die Wechselkröte sind vom Aussterben bedroht. Stark gefährdet sind die Gelbbauchunke, der Kammolch, die Knoblauchkröte, die Kreuzkröte und der Laubfrosch. Als gefährdet gelten Feuersalamander und Springfrosch. Auf der Vorwarnliste stehen Grasfrosch und Teichmolch.

Zahl der von Insekten lebenden Vögel sinkt

Ob Bachstelze (Motacilla alba), Wiesenpieper (Anthus pratensis) oder Rauchschwalbe (Hirundo rustica): Die Zahl der von Insekten lebenden Vögel ist in den vergangenen 25 Jahren europaweit deutlich zurückgegangen. Laut einer im Fachjournal Conservation Biology veröffentlichten Studie sank sie durchschnittlich um 13 Prozent. Rund die Hälfte aller Vogelarten in Europa ernährt sich von Insekten. Noch erschreckendere Zahlen hatte vor zwei Monaten die Naturschutzorganisation Nabu (Naturschutzbund Deutschland) unter Verweis auf eine Zählung des European Bird Census Council genannt.

Biologen belegen flächendeckendes Hummelsterben

In einer Langzeitstudie belegen Forscher einen flächendeckenden und massiven Schwund zahlreicher Hummelarten in Europa und Nordamerika. Dies hat auch Folgen für den Menschen, da Hummeln für die Pflanzenbestäubung ähnlich wichtig sind wie Honigbienen. Sie sind weltweit mit die wichtigsten Helfer in der Landwirtschaft und ohne sie würden ganze Landstriche niemals erblühen.

Dosis und Wirkung in der Toxikologie - von Volker Wunderlich

Die Druckrey-Küpfmüller-Gleichung ist eine in der Toxikologie verwendete mathematische Beziehung zwischen der Dosis eines Giftstoffes und der Dauer der Verabreichung, beziehungsweise Exposition, dieses Giftes. Es handelt sich also um eine Dosis-Wirkungs-Beziehung, die das Prinzip der Summationswirkung etwa bei krebserregenden Substanzen berücksichtigt. Beispielsweise kann die Toxizität vieler Substanzen wie Organophosphaten und Neonicotinoiden durch die Druckrey-Küpfmüller-Gleichung beschrieben werden, da dort irreversible Bindungen an spezifische Rezeptoren vorliegen.

Dramatischer Rückgang der Auerhuhnpopulation im Schwarzwald

Das Auerhuhn (Tetrao urogallus) gilt als Indikator artenreicher, lichter, von Nadelbäumen dominierter Wälder und besiedelt weltweit noch ein großes Areal. In West- und Mitteleuropa sind allerdings viele Verbreitungsgebiete isoliert und meist auf (Mittel-) Gebirgszüge begrenzt, viele Populationen sind bereits verschwunden oder stark zurückgegangen. Im Schwarzwald, Südwest-Deutschland, wurde die Auerhuhn-Population erstmals 1971 mittels flächendeckender Balzplatzzählungen geschätzt. Seit 1983 wurden diese Zählungen jährlich durchgeführt und dokumentiert.

Das Insektensterben ist global

Das Verhältnis von Insekten und Landwirtschaft ist ein durchaus ambivalentes. Auf der einen Seite sind sie als Schädlinge für Ernteausfälle verantwortlich. Vor allem in den tropischen Ländern können sie bis zu 40 Prozent der Ernten vernichten. Sie werden deswegen von der Agrarwirtschaft intensiv bekämpft: Weltweit hat sich der Verbrauch von Pestiziden seit 1950 um das 50fache erhöht. Auf der anderen Seite ist Landwirtschaft ohne Insekten kaum denkbar. Sie sind unerlässlich für die Bodenqualität, indem sie Dung und abgestorbenes Material zersetzen.

Die Forelle gibts schon seit Urzeiten – nun ist sie gefährdet

Der Schweizerische Fischereiverband kürt die Forelle zum Fisch des Jahres 2020. Er wolle damit darauf aufmerksam machen, dass der «beliebteste Fisch der Schweiz» bedroht sei. Die Gründe dafür und weitere spannende Fakten zur Ur-Schweizerin gibt’s hier.

Ein Ur-Fisch. Die Forelle gehört zu den Lachsfischen, deren erste Vertreter bereits zu Zeiten der Dinosaurier in den europäischen Flüssen unterwegs waren.